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Estelle

Ihr Stern leuchtet strahlend hell!

Für ihr zweites Album „Shine“ erntet sie Lobeshymnen und Kritiker sind überzeugt:

Estelle ist der Shooting-Star 2008!

Seit ihrem Debut vor vier Jahren gelang der 28-Jährigen die erstaunliche Verwandlung von einer unsicheren Rapperin zu einer grandiosen Soul-Diva. Sexy, selbstbewusst und vor allen Dingen selbstbestimmt erobert sie mit ihrer Single „American Boy“ nach ihrer Heimat Großbritannien und den USA, jetzt auch Deutschland.

nellomag erzählte die energiegeladene Powerfrau, wie sie mit ihrem schlagartigen Erfolg umgeht, von ihrer Selbstfindung und der Liebe. 

 

SF: Du bist Sängerin, Rapperin, Produzentin und Label Managerin. Wie viele Stunden hat dein Tag?

Estelle: Oh, du meinst wohl, wie viele Stunden ich schlafe? Etwa vier bis fünf. Ich schlafe sehr wenig, weil mein Kopf ständig weiter arbeitet. Ich habe einfach immer Ideen und so viele Dinge, die ich noch machen will.

 

SF: Das ist nicht viel Schlaf.

Estelle: Ich kann mit dem Musik machen nicht aufhören – ich kann einfach nicht (lacht). Ich muss einfach immer in Bewegung bleiben.

 

SF: Trotzdem sind vier Jahre vergangen seit deinem Debut. Was hast du in der Zeit gemacht und was hat sich bei dirverändert?

Estelle: Ich mich! Ich bin erwachsen geworden, ich bin glücklich mit mir als Mensch. Und ich bin viel aufgeregter und auch zufriedener mit der Richtung, die ich jetzt eingeschlagen habe.

 

SF: Du warst früher unsicher?

Estelle: Ja, absolut. Als ich anfing mit der Musik, dachte ich, oh mein Gott, vielleicht mach ich das oder vielleicht doch lieber das. Ich hatte keinen Schimmer, wohin die Reise gehen sollte. In den letzten vier Jahren habe ich herausgefunden, wer ich bin und was ich machen will. Jetzt mache ich genau mein Ding. Das ist es! Es ist natürlich wichtig, mich weiter zu entwickeln. Ich arbeite ständig daran, mich positiv weiter zu entwickeln. Das fühlt sich verdammt gut und richtig an.

SF: Zu Beginn deiner Karriere warst du bei einem  britischen Label gesignt. Stimmt es, dass sie dich verändern wollten? Von den Zähnen bis zu deinem Kleidungsstil?

Estelle: Hmmmm! Nun, das britische Label wusste einfach nicht, was es mit mir anfangen sollte. Sie wollten mich nicht verändern, denn sie hatten ja nicht mal eine Ahnung wie. Sie sagten zu mir, wir wollen, dass du… tja, eigentlich wissen wir das nicht. Und ich sagte, lasst mich einfach gehen. Bitte lasst mich gehen! (lacht)

 

SF: Auf deinem aktuellen Album „Shine“ sind große Namen vertreten…

Estelle: Das ist richtig! Künstler, wie Kanye West, John Legend und Wyclef Sean haben mit mir daran gearbeitet.
Das ist mein Traum, der wahr geworden ist.

 

SF: Wie war es für dich mit diesen Leuten zusammen zu arbeiten?

Estelle: Sie sind unglaublich cool! Aber ich war nie wirklich verrückt nach Stars. Natürlich schätze ich diese Leute, für das, was sie sind und erreicht haben. Aber ich bin nicht ins Studio gegangen und habe angefangen zu kreischen, das wäre ziemlicher Quatsch gewesen und absolut unkonstruktiv. Sie haben mir viel freie Hand gelassen und auf mein Talent vertraut. Das machte mir wiederum Mut, mich fallen zu lassen.

 

SF: Welchen deiner Kollegen findest du denn sexy?

Estelle: Oh mein Gott! Süße, so was kannst du mich doch nicht fragen! (lacht etwas verlegen). Ich muss sagen Kanye West ist verdammt sexy. Er steht mir auch menschlich sehr nah. Beim Dreh von „American Boy“ hat er mir eine halbe Stunde lang ins Ohr gesungen. Und ich dachte nur, hmmm, sing ruhig weiter in mein Ohr!

 

SF: Du siehst immer top gestylt aus, vor allem im Video zu „American Boy“. Hast du einen Stylisten?

Estelle: Danke. Ja, ich habe eine Stylistin. Aber wir suchen die Kleidung zusammen aus und versuchen neue Styles zu kreieren. Wenn ich etwas sehe, rufe ich sie an und erzähle ihr davon und wir mixen das dann beide zusammen.

 

SF: Wie würdest du deinen Modestil beschreiben?
Estelle: Eine Mischung aus Grace Jones und Audrey Hepburn. All diese verschiedenen Styles zusammen funktionieren für mich sehr gut. Am Ende ist es einfach mein Style: Estelle! Ich bin nicht girlie, aber klassisch und dabei kantig. Aber ich sage immer, mein Style ist „Audrey Jones.”

 

SF: In deinen Texten bringst du deutlich zum Ausdruck, dass du eine starke und selbstbewusste Frau bist. Wie empfindest du denn die klassische Frauenrolle heute?

Estelle: Oh, vielen Dank! Ich selbst versuche Klasse zu haben und stark zu sein. Aber da bin ich nicht die einzige. Immer mehr Frauen versuchen heute, sich damit intensiv damit auseinanderzusetzen, wer sie wirklich sind und was sie machen wollen.

 

SF: Ist es nicht auch anstrengend, immer stark sein zu müssen?

Estelle: Ja, aber selbst jemand, der sich seiner selbst nicht sicher ist, sollte es versuchen und nach vorne gehen, das ist doch auch schon stark! Der Schlüssel ist herauszufinden, wer man selbst ist. Ein Level zu finden, auf dem man alles machen kann, was man als Frau möchte. Ich meine jeder sieht das anders oder hat andere Vorstellungen. Aber für mich geht es darum, zu wissen, wer ich bin. Und das kann ich auch jeder Frau nur raten.

 

SF: Deine Texte sind direkt und offen. Du rechnest auch mit Ex-Freunden ab. War jemals einer von ihnen sauer auf dich?


Estelle: Tja, bis jetzt noch nicht. Ich hoffe, das ändert sich mit dem 2. Album auch nicht. Aber wir werden sehen.

 

SF: Für den Produzenten John Legend, der dich auch gesignt hat, hast du Songs geschrieben.

Estelle: Ja, ich habe für sein aktuelles Album den Titel „Show me“ und für sein nächstes „No other love“ geschrieben. „No other love“ ist ein großartiges Liebeslied geworden, das ich zusammen mit John singe. Aber die Leute werden anfangen Gerüchte zu verbreiten. Leider.

 

 

SF: Und da ist nichts dran?

Estelle: Nein, wirklich nicht! John ist doch glücklich verheiratet und auch schon Vater.

 

SF: Stimmt, aber wie sieht es bei dir denn aus?

Estelle: Oh, nein. Ich bin Single. Aber ich habe verschiedene Optionen im Moment. (lacht)

 

SF: Britische oder doch lieber amerikanische Jungs?

Estelle: Ich kann mich nicht beklagen, ich habe Großbritannien und die USA abgedeckt.

 

SF: Was ist mit Deutschland? Dürfen sich die deutschen Männer trotzdem noch Hoffnung machen?

Estelle: Oh ja, hier hat es tolle Männer. Wirklich, das meine ich ernst, ich habe vor einiger Zeit auch schon einen deutschen Mann gedatet. Und ich kann sagen, ich habe nur positive Erinnerungen an die deutschen Männer.

 

 

SF: Wie gefällt dir denn Berlin?

Estelle: Ich liebe Berlin. Es ist wirklich beeindruckend. Was mich jedes Mal umhaut ist, dass plötzlich Bäume und grüne Wiesen auftauchen – und das mitten in der Stadt. Und ich denke jedes Mal, sind wir jetzt plötzlich auf dem Land? Was ist passiert? Berlin ist verblüffend, so viel Geschichte und Kultur in einer Stadt. Sie ist großartig!

 

SF: Du bist von London nach New York gezogen. Was vermisst du am meisten?

Estelle: Ich vermisse ganz London. Ich war immer der Überzeugung, dass ich London nie verlassen werde. Trotzdem bereue ich es nicht, nach New York in die Bronx gezogen zu sein. Meine Familie fehlt mir sehr. Und das Shoppen vermisse ich wahnsinnig– vor allem im Topshop. Den gibt es in New York leider nicht.

 

 

SF: Der Rolling Stone hat dich als einen der heißesten Newcomer 2008 betitelt. Ehre oder macht dir das auch Angst bezüglich der Erwartungen?

Estelle: Nein, nein! Ich war einfach so glücklich! Ich dachte mir, ja genau – sie haben verdammt noch mal Recht! Natürlich ist das eine Ehre für mich, der Rolling Stones ist die Bibel der Musikkultur. Ich meine, dass ausgerechnet der Rolling Stone mich so betitelt hat, ist Wahnsinn. Wow. Das weiß ich wirklich zu schätzen.

 

SF: Viele europäische Musiker versuchen es in den USA zu schaffen. Was ist der Unterschied zwischen dirund den anderen Künstlern?

Estelle: Ich bin ich. Ich kann daran nichts machen oder ändern. Die Leute scheinen mich zu mögen. Sie scheinen meine Musik zu mögen und zu genießen. Alles was ich dazu sagen kann: ich bin ich.

 

 

SF: Was zeichnet dich denn aus? Was ist deine beste Eigenschaft?

Estelle: Hmmm. (Überlegt kurz) Ich sage nie nie. Das ist meine Einstellung. Ich verstehe das Wort „nein“ überhaupt nicht. Ich spreche darüber nicht, wenn ich etwas machen will. Ich will etwas machen, also mache ich es. Das ist ganz einfach.

 

SF: Und deine Schlechteste?

Estelle: Da muss ich wieder sagen: Meine „Sag niemals nie“ – Einstellung (lacht). Das macht es natürlich für andere Leute schwer, mit mir umzugehen. Die Leute hassen das. Aber zur gleichen Zeit lieben sie es, weil sie wissen, dass ich mein Ding durchziehe und sie sich darauf verlassen können. Eben auch John Legend bei der Produktion meines Albums. Er wusste, er kann sich auf mich verlassen und dass ich mein Ding durchziehe. So bin ich einfach.

 

 

 


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